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Wan Ok Phansa

Das Ende der buddhistischen Fastenzeit

Zu den wichtigsten buddhistischen Feiertagen zählt der im Oktober - genau genommen am 15. Tag des 11. Monats nach dem traditionellen thailändischen Kalender - begangene Tag des Endes der buddhistischen Fastenzeit "Ok Phansa". Er markiert das Ende des Zeitabschnitts ("Phansa "), der vom Anfangstag ("Khao hansa") bis zum Ende ("Ok Phansa") genau drei Monate dauert. und im südostasiatischen Monsunklima in die Regenzeit fällt, während dem die buddhistischen Mönche fest am selben Ort (Tempel) wohnen müssen und nicht auswärts übernachten dürfen. Erst nach Ablauf dieser Zeit dürfen die Mönche wieder Reisen unternehmen oder aus anderen Gründen ausserhalb des Tempels übernachten.
Die Gläubigen finden sich aus Anlass dieses Feiertages im Tempel zusammen, um an religiösen Zeremonien wie Gaben Spenden und Mönchspredigt teilzunehmen - auf thailändisch "tharn Bun Ok Phansa" genannt.

Nebst "Ok Phansa" wird dieser Tag auch "Pawarana" genannt. Der Buddha erlaubte der Mönchsgemeinde, an diesem Tag statt der vierzehn täglichen Rezitation des Patirnokha (Register der Ordensvergehen) "Pawarana" zu üben. Der Begriff "Pawarana" bedeutet, bereit zu sein für die Entgegennahme von Bitten, Schelte und Ermahnungen, welche die Mönche sich gegenseitig in hierarchischer Reihenfolge aussprechen. Während der Zeremonie wird dreimal ein Kanon gesprochen, der bedeutet: "Ich bin bereit für Kritik und Schelte; was immer auch die Mönchsgemeinde gesehen oder gehört hat oder auch nur vermutet, es möge jetzt ausgesprochen werden, damit ich es erkenne, wieder gut mache und in Zukunft Vorsicht walten lasse." Dies ist die Zeremonie der Mönche, welche Schelte und Ermahnung zulässt. Die Gläubigen hingegen sollten diesen Tag mit guten Taten begehen, wie etwa Gaben Spenden in einem nahegelegenen Tempel.

Die Gabenspende aus Anlass der "Ok Phansa" Feier gilt als spezielle saisonale Gabenspende, die jährlich einmal dargeboten wird, und zwar im Andenken an den Tag, an dem der Buddha vom Himmel herabgestiegen ist, gemäss der Legende, nach welcher der Buddha im Jahre 80 die Fastenzeit bei seiner Mutter im zweiten Himmel ("Daodueng") verbracht hat und am Ende der Fastenzeit ("Ok Phansa") wieder zur Erde herabgestiegen ist. Daher kommt der Brauch, am Tag des Endes der buddhistischen Fastenzeit ("Ok Phansa") eine spezielle Essensspende zu machen, welche "Tak Baat Thevo" oder "Tak Baat Thevorohana" genannt wird, was bedeutet: "vom Himmel herabsteigen".

Aus Anlass der "Tak Baat Thevo "-Feier wird vielerorts die Buddhastatue mit einer Opferschale auf einen Zeremonien-Wagen gesetzt, welcher in einer Prozession gezogen wird, gefolgt von Mönchen und Gläubigen, währenddem die Spender den Prozessionsweg säumen, um ihre Gaben in die Opferschale zu legen. Es ist üblich, für diese Spende haltbare Lebensmittel vorzubereiten, wie roher Reis, Trockenwaren und Klebreis-Süssigkeiten. Meistens findet diese Zeremonie rund um das Tempe1¬Hauptgebäude statt, oder dort, wo eine Treppe vom Tempel einen Berg hinabführt, warten die Spender beidseits der Treppe, um das Herabsteigen des Buddhas vom Himmel gemäss der Legende nachzuvollziehen.

Aus diesem Grund ist der Feiertag /lOk Phansa" und I /Irak Baat Thevo"wichtig für die Buddhisten und Spender, um im Gedenken an den Buddha Gaben zu spenden und damit Gutes zu tun.

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