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Folgende fünf Grundregeln des Buddhismus versucht alle Gläubigen an diesem Tag einzuhalten:
- Töte keine Lebewesen !
- Nimm nichts, dass Dir nicht gehört !
- Übe Keuschheit in Gedanken, Wort und Tat !
- Lüge nicht und sprich nicht unnötig oder schlecht !
- Vermeide jegliche Rauschmittel !
In den meisten Hotels und Gaststätten ist der Ausschank von Alkohol untersagt. Vergnügungsstätten sind am Visakha Puja-Tag geschlossen. Tempel und andere Kultstätten werden mit Laternen und der fünffarbigen buddhistichen Fahne dekoriert. Am Nachmittag hören sich die Gläubigen in den Tempelhallen andächtig die Litaneien aus den heiligen Schriften an. Am Abend finden in den grossen Tempelanlagen des Landes Vien-Tien-Kerzenprozessionen statt (Vien-Thien = 3-maliges Umrunden von wichtigen Tempellokalitäten. Dabei hält jeder Gläubige Blumen, Räucherstäbchen und eine Kerze in den Händen und besinnt sich auf die Lehren Lord Buddhas).
Die Erwachung unter dem Bodhi-Baum
Am Vollmondtag des Monats Mai, im Alter von 35 Jahren, ging dem prinzlichen Asketen Siddhattha Gotama die Erleuchtung auf : Er erwachte aus der Blendung des aus Gier und Haß entstandenen Daseinsträumens und erkannte die vier Edlen Wahrheiten:
1. Dasein heisst Leiden.
2. Die Ursachen des Leidens sind die Leidenschaften.
3. Die Befreiung von den Leidenschaften löst das Leiden auf.
4. Der Weg dazu ist der Achtgliedrige Pfad.
- 1. Rechte Anschauung.
- 2. Rechtes Besinnen.
- 3. Rechtes Wort.
- 4. Rechte Tat.
- 5. Rechtes Leben.
- 6. Rechtes Streben.
- 7. Rechte Achtsamkeit.
- 8. Rechtes In - Sich - Gehen (Meditation, Einigung).
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